In Österreich besteht seit dem 1. August 2008 eine gesetzliche Winterreifenpflicht für Fahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Die Kennzeichnung M+S erfüllt die Winterreifenpflicht, die Symbole Schneeflocke und Schneekristall nicht. Der Austausch von Sommer- auf Winterreifen erfolgt in der Regel im Oktober. Dies besagt die sogenannte 7-Grad-Regel. Sobald sich die Temperatur unter 7 Grad Celsius bewegt, bieten Sommerreifen keine ausreichende Sicherheit. Die Winterreifen aus dem Vorjahr sind nur mit einer Mindestprofiltiefe von drei Millimetern verwendbar.

Mit dem Reifenlabel gut informiert sein

Seit dem 1. November 2012 ist nach den Richtlinien der EU das Reifenlabel Pflicht. Das Label ist eine Kennzeichnung, die auf jedem, nach dem 1. Juli 2012 hergestellten Reifen vorhanden ist. Es gibt Auskunft über

  • den Rollwiderstand,
  • dem Rollgeräusch,
  • der Nasshaftung und
  • der Qualität.

Über die Qualität informiert eine Skala von A bis G, wobei A die beste und G die schlechteste Note bezeichnet. Das in Dezibel und grafisch angegebene Rollgeräusch zeigt an, wie laut oder leise der Reifen ist. Fahrzeughalter orientieren sich beim Neukauf von Winterreifen am Label. Es informiert über die letzten vier Zahlen der DOT-Nummer, über den Monat und das Jahr der Herstellung. Beim Kauf von gebrauchten Reifen greifen Halter zu solchen, die nicht älter als zwei Jahre sind.

Mit Winterreifen sicherer auf den Straßen unterwegs

Für Winterreifen gilt die sogenannte O-bis-O-Regel. Diese besagt das Fahren mit Winterreifen von Oktober bis eine Woche nach Ostern. Hat der Halter sein Fahrzeug mit M+S-Reifen versehen, ist eine Profiltiefe von vier Millimetern und mehr empfehlenswert. Nicht zu verwechseln sind die Matsch- und Schneereifen mit den Ganzjahresreifen, die ebenfalls das M+S-Symbol auf den Seitenflächen tragen. Mehr dazu finden Fahrzeughalter hier. Während Matsch- und Schneereifen aufgrund ihrer Gummimischung Matsch und Schnee auch bei niedrigen Temperaturen keine Angrifffläche bieten, ist dies bei den Ganzjahresreifen nicht der Fall. Halter, die ihr Fahrzeug mit diesen Reifen ausstatten, achten auf eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern.

Winterreifen bestehen aus einer weicheren Gummimischung als Sommerreifen und verfügen über zusätzliche Rillen. Schnee und Matsch haben keine Chance, sich an den Reifen festzusetzen. Außerdem hat ein Fahrzeug mit Winterreifen auch bei Glätte einen kürzeren Bremsweg. Halter und Fahrer profitieren auch bei einem Unfall vom vollen Versicherungsschutz, wenn ihr Fahrzeug im Winter eine entsprechende Bereifung aufweist.

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